Sonntag, 24. August 2008

Also mindestens sieben...


An dieser Stelle möchte ich kurz etwas einschieben.
Es ist der Versuch eines Ansatzes zu definieren wer/wieviele ich bin:


Da wären also ersteinmal meine regulären, offiziellen Vornamen:
Thomas, Ali und Shalom. Darauf folgen einige Spitznamen (Kosenamen die ich von ex-freundinen bekommen habe lasse ich hier mal aus). Da wären Peter (aka. Pete (engl. aussprache), Pit, Pitter (kölsche Variante von Peter)), Buttonmän - was an der, naja sagen wir mal, überdurchschnittlichen Buttonmenge liegt welche ich besitze und trage - Bär sowie bereits erwähnten und hier verwendeten: McFried.
Wir wären also frei nach Adam Riese bei sieben (öffentlichen) Namen.
Ob das jetzt allerdings auf dem Wege der Identitätsfrage weiterhilft, lasse ich einfach mal so im Raume stehen...

vermutlich sollte ich selber nocheinmal darüber nachdenken. Aber es muss ja auch nicht ALLES einen Sinn haben.

Freitag, 22. August 2008

Wer bin ich? und wenn ja, wieviele?

Eine Frage die sich nicht in einem einzigen Post beantworten lässt. Nicht umsonst umfasst gleichnamiges Buch knapp 400 Seiten.
Doch um gleichermaßen viel zu schreiben habe nicht ganz die Zeit. Aktuell mache ich mein ABI nach (ja, mit 24; aber das werde ich später noch erklären...), dazu eine Ausbildung zum Gestaltungstechnischen Assistenten, gebe Nachhilfe in Mathematik, bin Aushilfshausmeister und Mitarbeiter in der Kölnarena.
Derzeit habe ich meinen ersten Auftrag mit einem 4-stelligen Volumen und erheblichen Zeitdruck.
Ich werde die Frage wer ich bin also von Zeit zu Zeit ein bischen weiter beantworten. Wahrscheinlich werden mir auch immer mehr Aspekte auffallen und ich kann hier eine Art Selbstfindung vollführen... Der Weg ist das Ziel
Ich werde versuchen einigermaßen chronologisch vorzugehen wobei ja größtenteils bekannt ist wie das so mit guten Vorsätzen ist.
Vorab kläre ich mal mein Pseudonym - McFried.
Nein ich bin kein HipHop-MC. Vielmehr ist es eine Kombination der Namen meiner Lieblinkskünstler: Maurits Cornelis (M.C.) Escher, einem genialen Zeichner/Grafiker der es wie kein anderer verstand unmögliche Perspektiven zu zeichnen; und Erich Fried, einem wie ich finde sehr gutem Poeten der auch die Vorlage lieferte für Mia's Song "Was es ist" (was allerdings nicht ausschlaggbend war) ... da ich diese beiden Künstler als meine ersten beiden Lieblingskünstler definiert habe, wurde die Zusammensetzung McFried zu meinem Pseudonym, Nickname etc. ...

Nun zu meinem richtigen Leben: Am 24. März des Jahres 1984 wurde ich in Leverkusen (was für einen Kölner schon ein Handycap ist) als Sohn einer sich im Studium befindenden zukünftigen Diplom-Kommunikationsdesignerin und eines angehenden Lehrers für Mathematik, Kunst und Religion geboren und staatlich registriert, auf dass ich ein Teil dieser Gesellschaft werde.
Vermutlich behagte mir diese Aussicht schon von vorneherein nicht so ganz, denn ich wollte und wollte einfach nicht geboren werden; wobei ich nicht weiß ob es an der auf mich zukommenden Gesellschaft oder an der Region des Vorhabens lag (wie gesagt können wir Kölner mehr oder weniger eitel sein was die Vororte - Verzeihung: Nachbarstädte - angeht.
Studierte, angehende und Hobby- Psychologen mögen an dieser Stelle gerne einige Überlegungen zu ödipalen Komplexen oder dem Hang zur Hypochondrie und einer Menge anderer Sachen anstellen. Bitteschön, warum nicht.
Ich weiß nicht ob ich selbstreflektiert genug bin um etwas über die Sache mit Ödipus sagen zu können, aber natürlich liebe ich meine Mutter und bin wie ich in meinem bisherigen Fortbestehen festellen konnte auch annähernd so emotional wie sie und schlage nun beruflich auch den gleichen Weg ein. Aber ich bin doch schon ziemlich "fimschig" wie es im Rheinland heißt (also der Hang zur Hypochondrie ist da).
Die gnadenlose Ignoranz meinerseits gegenüber der fristlosen Kündigung des Wohnverhältnisses im Bauch meiner Mutter könnte auch Ursache für meine lichtempfindlichen Augen sein. Wobei sich das sicherlich auch wieder mit der immerhin zugegebenen Fimschigkeit erklären ließe.

Weiter im Text:
Schon relativ kurz nach der Entbindung durfte meine Mutter mit mir das Krankenhaus (und Leverkusen) wieder verlassen.
Es ging in die damalige Unterkunft meiner Eltern. Einer WG in Köllen-Pochz (für alle die das auf der Karte suchen sollten: Hochdeutsch schreibt sich das Köln-Porz).
Ich weiß nicht sehr viel darüber, was wohl auch mit der neuronalen Entwicklung des Gedächtnisses zusammenhängt (und das ist nicht nur bei mir so!). Also echte Erinnerungen meinerseits kann ich hier nicht wiedergeben, aber das sollte klar sein.
In den nächsten Jahren war ich offenbar - denn es gibt Beweismaterial - mit meinen Eltern im VW-Büsschen (wie sich das für die Zeit gehörte) in die Türkei gefahren. Zu einem damaligen Freund meines Vaters: Ali. (Von ihm habe ich meinen 2ten Namen.... der ist folgerichtig auch Ali)
Eine andere Geschichte aus der "Zeit ohne Gedächtnis" ist die, in der ich mit meinem 3 Jahre jüngeren Bruder (zu der Zeit glaub ich war er 1 Jahr alt) auf einer WG-Party ein par Kekse fand die uns auch geschmeckt zu haben schienen. Es war aber wohl eine der größten Schreckmomente im Leben meiner/unserer Eltern, denn es waren wie sich der informierte (und vielleicht auch erfahrene Leser) schon gedacht hat sogenannte SpaceCookies, also Haschichkekse.
Ob es an den Keksen lag oder an der traumatischen Aktion des Magenauspumpens, auf diese Nacht fällt meine älteste, erste eigene Erinnerung. Nämlich wie ich im Krankenhaus an geschätzen 80% meines Körpers (vermutlich waren es grade mal 10%) mit Elektroden beklebt werde.

Danach allerdings kommt wieder eine große Lücke.
Irgendwann müssen wir umgezogen sein, denn mittlerweile wohnen wir in Köln-Mülheim (was kölnintern nicht gerade eine großartige Verbesserung ist). Und auch wenn ich es nicht vergleichen kann: Die Wohnung ist super. Ganz oben im Haus, 2 Etagen + Dachboden, Dachgarten, Altbauwohnung mit Kamin, Riesige Wohnküche... einfach eine tolle Wohnung - auch wenn sie besser gelegen sein könnte.
Naja hier in Mülheim (man könnte auch ohne schlechtes Gewissen sagen: Müllheim) bin ich auch in den Kindergarten gegangen, was allerdings anfangs nicht so sicher war. Die Leiterin des Kindergartens jedenfalls tat sich relativ schwer mich aufzunehmen weil ich wohl beim Probeanwesendsein an den Himmel eines Bildes einen Sichelmond malte der eine Zipfelmütze trug dessen Bommel eine Laterne war.Ich bin mir heute noch sicher dass ich das als kreativ deuten kann.
Letzten Endes wurde ich aber aufgenommen, womit der Grundstein zu einem weiteren traumatischen Ereignis gelegt war:
Es ging um einen "Kinder-Zirkus" in welchem ich einer der Clowns war, und einer der Kindergärtnerinnen im Laufe eines Skatches einen Teller kalte Spagetti ins Gesicht werfen sollte woraufhin sie mich mit einer RIESIGEN (Plastik-)Schere verfolgen sollte.
In dieser Situation habe ich dann allerdings eine mindestens ebenso RIESIGE Angst bekommen und bin heulend aus dem Raum gelaufen. Es hat eine Menge Geduld gekostet mich davon zu überzeugen dass mich diese Kindergärtnerin nicht ermorden wollte.
Spätestens als ich auf die Grundschule ging konnte ich mir dessen sicher sein, wobei ich dort erleben durfte dass es Leute gibt denen es mit diesem Vorhaben wesentlich ernster ist.
Als ich einen Klassenkameraden und einen Raufbold auseinanderhalten wollte, wurde ich kurzerhand zum favorisierten Punchingball und kassierte mein erstes blaues Auge inklusiver dicker Lippe.

Um hier wegen "Rahmensprengens" keine dicke Lippe zu riskieren werde ich für heute schließen. ...to be continued